911 Carrera auf Sparfahrt: Nur 6,7 Liter Verbrauch auf 100 Kilometer

Immer wieder werden Sportwagen der Dr. Ing. h.c. F. Porsche AG, Stuttgart, für Rekordfahrten eingesetzt – diese jedoch fällt deutlich aus dem Rahmen des Üblichen: Mit einem 345 PS starken, serienmäßigen Porsche 911 Carrera mit Porsche-Doppelkupplungsgetriebe (PDK) fuhr der Autotester, Ex-Rennfahrer und Moderator des Magazins n-tv Motor, Klaus Niedzwiedz, auf öffentlichen Straßen über 648 Kilometer den extrem niedrigen Durchschnittsverbrauch von 6,7 Litern je 100 Kilometer heraus. Er unterbot damit sogar noch den kombinierten Normverbrauch gemäß Euro 5, der mit 9,8 Liter je 100 Kilometer in dieser Sportwagenklasse bereits einen Spitzenwert hinsichtlich Sparsamkeit markiert.

Der Carrera legte etwa 180 Kilometer der Strecke auf Landstraßen und 30 Kilometer im Stadtverkehr zurück, die restlichen Kilometer auf Autobahnen. Betankt wurde der Carrera vor und nach der Testfahrt von einem Sachverständigen des DEKRA, der zudem Tank und Motorhaube versiegelte. Bei normalem Verkehr, eingeschaltetem Licht und strichweise Regen peilte der Fahrer Drehzahlen um 1.800 bis 2.000 Touren sowie Geschwindigkeiten zwischen 90 und 130 km/h an. Die Durchschnittsgeschwindigkeit betrug 84 km/h. Das Fazit von Klaus Niedzwiedz lautet: „Das Ergebnis zeigt, dass sich mit viel Gefühl und Disziplin auch ein Sportwagen mit 3,6 Liter Hubraum und 345 PS sehr sparsam bewegen lässt.“

Die Testfahrt bestätigt einmal mehr, dass Porsche mit seiner technologischen Entwicklung auf dem richtigen Weg ist. Alle Serien-Elfer mit Saugmotoren wurden innerhalb kürzester Zeit auf komplett neu entwickelte Boxermotoren mit Benzin-Direkteinspritzung umgestellt. Damit waren Verbrauchsverbesserungen um mehr als zwölf Prozent verbunden. Gleichzeitig stiegen Drehmoment und Leistung deutlich an. Einen Beitrag zur Kraftstoffeinsparung liefert auch das optionale PDK-Getriebe mit sieben Gängen, das gleichzeitig die Spurtstärke der Sechszylindermotoren optimal ausnutzt.

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1 Kommentar

  1. geschrieben am 13. Februar 2009 um 13:21 Uhr | Permalink

    Porsche ist im Ausland das Symbol für Technologie aus Deutschland, klar das ein niedriger Verbrauch dieser Sportwagen die politische Richtung Deutschlands wiederspiegelt. Ein deutlicher Gewinn, der dem Ansehen des Landes gut tut, und die zugehörigkeit von Porsche zu Deutschland unterstreicht. Fraglich bleibt ob Porschefahrer maximal 130 km/h fahren wollen, oder können. Denn wie der Porsche, gehört gottseidank auch streckenweise keine Geschwindigkeitsbegrenzung zu unserer Heimat. Ein Zusammenspiel welches zum Image des Konzerns beträchtlich beiträgt. Sparsamkeit in allen Ehren, ein Porsche will getreten werden. Wer 81.000€ für einen Carrera ausgibt, kauft den brachialen Vortrieb. Wer sparen will kauft sich einen Smart. Intressant wäre wieviel der Carrera unter “Anstrengung” schluckt. Das ist der Ansatz der zu verfolgen wäre. Ein 911 Turbo mit durchschnittlich 13 litern Verbrauch, hat im “Porschemodus” erst so richtig durst. Das ist aber bei jedem Modell so. Den Verbrauch bei schneller Fahrt zu senken wäre mir lieber. Aber lange reicht das Benzin ja eh nicht mehr…

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